Berufsfachschule Sozialpädagogische Assistentin/Sozialpädagogischer Assistent

Die Zweijährige Berufsfachschule Sozialpädagogische Assistenz umfasst die Klassen I und II. Die Ausbildung führt zu einem beruflichen Abschluss und qualifiziert die Absolventen zur unterstützenden Tätigkeit als Zweitkraft in sozialpädagogischen Einrichtungen (z.B. Kindergärten, Krippen, Hort) zu arbeiten. Der erfolgreiche Abschluss der Berufsfachschule Sozialpädagogische Assistenz ist die Aufnahmevoraussetzung für die Ausbildung an der Fachschule Sozialpädagogik. 

Aufnahmevoraussetzungen: 

In die Berufsfachschule Sozialpädagogische Assistenz kann aufgenommen werden, wer den Sekundarabschluss I –Realschulabschluss oder einen gleichwertigen Bildungsstand besitzt.

In die Klasse 2 der Berufsfachschule - Sozialpädagogische Assistentin/ Sozialpädagogischer Assistent - kann aufgenommen werden, wer den Sekundarabschluss I –Realschulabschluss oder einen gleichwertigen Bildungsstand besitzt und

  1. eine zweijährige Berufsfachschule - Sozialpädagogik - oder eine gleichwertige fachlich einschlägige Berufsausbildung erfolgreich abgeschlossen hat,
  2. eine Hochschulzugangsberechtigung oder einen gleichwertigen Bildungsstand besitzt oder
  3. nach Abschluss einer durch Bundes- oder Landesrecht geregelten mindestens zweijährigen Berufsausbildung eine mindestens dreijährige Tätigkeit nachweist oder
  4. nach Abschluss einer durch Bundes- oder Landesrecht geregelten mindestens zweijährigen Berufsausbildung an einer Qualifizierung in der Kindertagespflege im Umfang von mindestens 160 Unterrichtsstunden teilgenommen hat und
    1. mindestens drei Jahre lang als Tagespflegeperson im Umfang von mindestens 50 Prozent einer beruflichen Vollzeitarbeitskraft tätig war oder
    2. an einer Aufbauqualifizierung in der Kindertagespflege im Umfang von 400 Stunden teilgenommen hat und mindestens ein Jahr lang als Tagespflegeperson im Umfang von mindestens 50 Prozent einer beruflichen Vollzeitarbeitskraft tätig war.

Ziele und Abschluss: Die Klasse II endet mit einer Abschlussprüfung, das aus einer praktischen und schriftlichen Prüfung und gegebenenfalls einer mündlichen Prüfung besteht. Mit dem Bestehen der Abschlussprüfung erhalten die Schülerinnen und Schüler ein Abschlusszeugnis und die Berechtigung, die Berufsbezeichnung "Staatlich geprüfte Sozialpädagogische Assistentin/Sozialpädagogischer Assistent"zu führen. Dieser Abschluss berechtigt bei entsprechendem Leistungsstand (mindestens Note 3 in Deutsch und in den berufsbezogenen Fächern einschl. Praxis) zum Besuch der Fachschule - Sozialpädagogik, also zur Ausbildung zur Erzieherin/zum Erzieher. Der Erweiterte Sekundarabschluss I wird mit erfolgreichem Abschluss erworben.

Kosten: Der Besuch der Berufsfachschule Sozialpädagogische Assistentin/Sozialpädagogischer Assistent ist schulgeldfrei. Es fallen aber Kosten für Klassen-/Studienfahrten, Kopien, Literatur und sonstiges Material an. Lehrbücher unterliegen dem kostenpflichtigen Ausleihverfahren. Bei Vorliegen der individuellen Voraussetzungen ist eine Förderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetzes (BAföG) möglich. Während der Ausbildung besteht Schülerstatus und in den Ferien werden keine Praktika durchgeführt. In den Praktika wird keine Vergütung gezahlt.

Unterrichtsfächer und "Lernfelder"

Allgemeinbildende Fächer
Deutsch/Kommunikation
Fremdsprache/Kommunikation
Religion
Politik
Biologie
Mathematik

 

Die berufsbezogenen Fächer werden in Lernfeldern unterrichtet. Dabei wird in unterschiedlichen Lern- und Arbeitsformen (z.B. Klassenunterricht, Kleingruppe, Projektarbeit) ausgebildet und gelernt. Dies erfordert  eine aktive Mitarbeit, Mitverantwortung und selbstständiges Arbeiten und Lernen der SchülerInnen sowie die Bereitschaft  sich im Rahmen schulischer Projekte und AG´s zu engagieren.

Praktische Ausbildung: Insgesamt werden zwei Praktika  in unterschiedlichen Kindertageseinrichtungen abgeleistet. Die Praxistage sind in Klasse I Montag/Dienstag und in Klasse II Donnerstag/Freitag.

Ausbildungsinhalte:

Der Unterricht findet an drei Tagen die Woche statt.

Die praktische Ausbildung soll insgesamt 12 Zeitstunden (2 Tage/Woche) umfassen und in geeigneten sozialpädagogischen Einrichtungen stattfinden. Wer direkt in die Klasse II aufgenommen wird, leistet 16 Zeitstunden (2 Tage pro Woche) praktische Ausbildung. Dort sollen sozialpädagogische Tätigkeiten in der Praxis erfahren und unterschiedliche Konzeptionen und Arbeitsweisen kennengelernt werden. Die Praktika werden von der Schule betreut. Die Schule ist  auf Wunsch bei der Auswahl der Praktikumsstellen behilflich. Am Ende der Ausbildung steht eine fachpraktische Prüfung, die von den betreuenden Lehrkräften und den verantwortlichen Praxisanleiterinnen beurteilt wird.

Berufsbezogener Unterricht wird in diesen Modulen erteilt:

Klasse 1

Modulfolge 1

Erwerb der sozialpädagogischen Berufsrolle (40 Std.)

Modulfolge 2

Vielfalt in der Lebenswelt der Kinder (80 Std.)

Modulfolge 3

Betreuung und Begleitung von Kindern (160 Std.)

Modulfolge 4

Erziehung als pädagogische Erziehungsgestaltung (120 Std.)

Modulfolge 5

Pädagogische Begleitung von Bildungsprozessen I (240 Std.)

Modulfolge 6

wird in Klasse 2 unterrichtet

OLA

OLA (80 Std.)

Praxis

Planung und Reflexion der praktischen Ausbildung I (60 Std.)

Durchführung der praktischen Ausbildung I (420 Zeitstunden)

Klasse 2

Modulfolge 1

Entwicklung beruflicher Identität (80 Std.)

Modulfolge 2

wird in Klasse 1 unterrichtet

Modulfolge 3

Entwicklungs- und Bildungsprozesse von Kindern (160 Std.)

Modulfolge 4

Pädagogische Konzepte (120 Std.)

Modulfolge 5

Pädagogische Begleitung von Bildungsprozessen I (240 Std.)

Modulfolge 6

Arbeit mit Familien und Bezugspersonen (40 Std.)

OLA

OLA (80 Std.)

Praxis

Planung und Reflexion der praktischen Ausbildung II (60 Std.)

Durchführung der praktischen Ausbildung II (420 Zeitstunden)

 

Berufsübergreifende Fächer:

  • Deutsch/Kommunikation
  • Englisch/Kommunikation
  • Politik
  • Sport
  • Religion
  • Mathematik

 

Ansprechpartner: Bitte wenden Sie sich an das Geschäftszimmer
                              Tel.: 0581 97123514 
                              E-Mail: stefanie.gundlach(at)georgsanstalt.de

Anmeldung: Schriftliche Bewerbungen zur Aufnahme in die Berufsfachschule Sozialassistentin / Sozialassistent sind fortlaufend bis zum 28. Februar des Kalenderjahres an die Georgsanstalt - BBS II des Landkreises Uelzen  zu richten. Später eingehende Bewerbungen können nur im Rahmen noch freier Schulplätze berücksichtigt werden. Die Auswahl der Bewerberinnen / Bewerber erfolgt gemäß den Bestimmungen des Niedersächsischen Schulgesetzes. Nach der Bewerbung wird zu einem Aufnahmeverfahren eingeladen, in dem weitere Informationen zur Ausbildung gegeben werden und ein Aufnahmegespräch geführt wird.

Downloaden und Ausdrucken:

pdf Anmeldeformular (207 KB)

Weitere Informationen zur Ausbildung finden Sie hier:

Rahmenrichtlinien