Pflegefachfrau bzw. Pflegefachmann

Die Bundesregierung hat die Ausbildung der Pflegeberufe neu geregelt. Das bedeutet, dass es ab dem 1. Januar 2020 den neuen Pflegeberuf Pflegefachfrau bzw. Pflegefachmann gibt. Die Ausbildung ist generalistisch ausgerichtet.
Das heißt konkret, dass die drei bisherigen Berufsbilder Altenpfleger/-in, Gesundheits- und Krankenpfleger/-in und Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/-in abgeschafft und zu einem neuen, universellen Berufsbild zusammengefasst werden. In der generalistischen Ausbildung fließen künftig fachliche Schwerpunkte aus allen drei bisherigen Pflegebereichen zusammen.

Voraussetzungen für die Pflegeausbildung:

  • Voraussetzung für die neue Ausbildung in der Pflege ist eine zehnjährige allgemeine Schulbildung (Realschulabschluss)
  • oder Ausbildungsreife und 2-jährige Berufsausbildung
  • Junge Erwachsene mit Hauptschulabschluss können nach neun Jahren Schule eine Ausbildung zur Pflegeassistentin, bzw. zum Pflegeassistenten absolvieren. Im Anschluss können auch sie die Ausbildung zur Pflegefachkraft beginnen, ein Drittel der Ausbildungszeit kann angerechnet werden. Auch wer nach dem Hauptschulabschluss schon eine andere Berufsausbildung absolviert hat, kann sich für eine Ausbildung in der Pflege bewerben.
  • Sprachkenntnisse: mindestens das Sprachniveau B2

Vergütung:  Sie erhalten eine Ausbildungsvergütung

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Zusammenarbeit: erfolgt im Ausbildungsverbund (siehe Adressenliste der Betriebe)

Inhalte

Die Ausbildung umfasst mindestens

  1. den theoretischen und praktischen Unterricht mit einem Umfang von 2.100 Stunden,
  2. die praktische Ausbildung in einem Betrieb mit einem Umfang von 2.500 Stunden.
    Theorie und Praxisblöcke wechseln sich dabei ab.


In der praktischen Ausbildung werden Sie befähigt, die im Unterricht und in der praktischen Ausbildung erworbenen Kompetenzen aufeinander zu beziehen, miteinander zu verbinden und weiterzuentwickeln. Sie werden von erfahrenen Lehrkräften unterrichtet sowie von den Praxisanleitern vor Ort begleitet und angeleitet.

Der Träger der praktischen Ausbildung trägt die Verantwortung für die Organisation und Durchführung der praktischen Ausbildung.

Zu seinen wesentlichen Aufgaben gehört:

  • Die Sicherstellung aller Praxiseinsätze an den praktischen Lernorten
  • Die Sicherstellung der gesamten zeitlich und inhaltlich gegliederten Durchführung der praktischen Ausbildung auf der Grundlage eines Ausbildungsplans

Berechnung der Mindest-Stundenzahl beim Träger der praktischen Ausbildung

Träger der praktischen Ausbildung

Orientierungs-einsatz

(flexibel)

Pflicht-einsatz I

Vertiefungs-einsatz

Regelzeit beim Träger der praktischen Ausbildung

Krankenhaus

400 Std

400 Std

500 Std

1.300 Std

Stationäre Pflegeeinrichtung

400 Std

400 Std

500 Std

1.300 Std

Ambulante Pflegeeinrichtung

400 Std

400 Std

500 Std

1.300 Std

(Regeleinsatzzeit; weitere Einsätze z.B. im Rahmen der Pflichteinsätze möglich)

Übersicht Themenbereiche der theoretischen Ausbildung mit Stundenverteilung für den theoretischen und praktischen Unterricht

Themenbereich I                                                           900 bis 1000 Std. gesamt

Pflege von Menschen aller Altersgruppen verantwortlich planen, organisieren, gestalten und evaluieren

 

Themenbereich II                                            220 bis 300 Std. gesamt

Kommunikation und Beratung personen-und situationsorientiert gestalten

 

Themenbereich III                                            250 bis 300 Std. gesamt

Intra -und Interprofessionelles Handeln in unterschiedlichen systemischen Kontexten verantwortlich gestalten und mitgestalten

 

Themenbereich IV                                            150 bis 200 Std. gesamt

Das eigene Handeln auf der Grundlage von Gesetzen, Verordnungen und ethischen Leitlinien reflektieren und begründen

 

Themenbereich V                                            150 bis 200 Std. gesamt

Das eigene Handeln auf Grundlage von wissenschaftlichen Erkenntnissen und berufsethischen Werthaltungen und Einstellungen reflektieren und begründen

 

Themenbereiche I bis V gesamt                                              1900 Std.

 

zur freien Verteilung auf I bis V                                               200  Std.

 

gesamt                                                                                      2.100 Std.

 

Nach zwei Jahren legen alle Auszubildenden eine schulische Zwischenprüfung ab. Diese dient der Unterstützung der Schülerinnen und Schüler, ein Bestehen der Zwischenprüfung ist nicht Voraussetzung, um die Ausbildung weiter führen zu können.

 

Perspektiven nach der Qualifizierung

Nach dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung können Sie in allen pflegerischen Versorgungsbereichen arbeiten:

  • Krankenhäuser
  • Fach- und Rehakliniken
  • Altenheime
  • Ambulante soziale Dienste
  • Stationäre und teilstationäre Pflege
  • Heime oder Wohngruppen für Behinderte, Alte etc.

Ansprechpartner

Peter Luz
Abteilungsleiter

e-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Anmeldung
Schriftliche Bewerbungen zur Aufnahme in die Berufsfachschule Pflege sind fortlaufend bis zum 28. Februar des Kalenderjahres an die Georgsanstalt - BBS II Uelzen zu richten. Später eingehende Bewerbungen werden im Rahmen noch freier Schulplätze berücksichtigt. Die Auswahl der Bewerberinnen, bzw. Bewerber erfolgt gemäß den Bestimmungen des Niedersächsischen Schulgesetzes.

pdf allgemeiner Anmeldebogen (279 KB)

pdf Kooperationspartner für die Ausbildung zur Pflegefachfrau / zum Pflegefachmann (97 KB)